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Auspuffanlage wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung & was Sie brauchen

Eine defekte Auspuffanlage macht sich bemerkbar: lautes Motorengeräusch, Ratteln, Abgasgeruch im Innenraum oder eine sichtbare Roststelle. In vielen Fällen lässt sich die Anlage ohne große Werkzeugkosten selbst reparieren oder austauschen. Diese Anleitung führt Sie durch den Prozess – von der Diagnose bis zur fertigen Montage.

1. Diagnose: Was ist defekt?

Bevor Sie Teile bestellen, prüfen Sie, welcher Bereich der Anlage betroffen ist:

  • Lautes Knallen / Rattern: Oft ein gerissener Gummihalter oder Auspuffhalter – günstig zu ersetzen.
  • Zischen kurz nach dem Motorstart: Undichtigkeiten an Verbindungsstellen – Auspuffadapter oder Dichtring prüfen.
  • Rost an der Außenhaut: Auspufftopf oder Endrohr ersetzen. Bei Nachbau-Ware oft nach 2–3 Jahren fällig.
  • Fahrzeug fällt durch TÜV wegen Abgaswerten: Katalysator oder Lambdasonde – das ist ein Fall für die Fachwerkstatt.

2. Benötigtes Werkzeug

  • Hebebühne, Grube oder stabile Rampe (Wagenheber reicht nicht)
  • Rostlöser (z. B. WD-40 oder LIQUI MOLY Rostlöser) – mindestens 30 Minuten einwirken lassen
  • Ratsche mit Verlängerung, Nüsse SW 13–17
  • Winkelschleifer oder Säge (falls Schrauben abgebrochen)
  • Messschieber zum Vermessen der Rohrenden

3. Sicherheit zuerst

Arbeiten Sie nur an einem vollständig abgekühlten Fahrzeug – die Auspuffanlage kann nach der letzten Fahrt noch mehrere Stunden heiß sein. Sichern Sie das Fahrzeug mit Unterlegkeilen. Tragen Sie Handschuhe – Rostartikel können scharfe Kanten haben.

4. Demontage der alten Anlage

Sprühen Sie alle Schrauben und Verbindungen großzügig mit Rostlöser ein und warten Sie mindestens 30 Minuten. Lösen Sie zunächst die hinteren Aufhängungen (Gummihalter), dann arbeiten Sie sich von hinten nach vorne vor. Befestigungsschrauben an Flanschen sind oft stark verrostet – bei abgebrochenen Schrauben hilft ein Schraubenausdreher-Set.

Achten Sie beim Abnehmen des alten Rohres auf den genauen Innen- und Außendurchmesser an den Anschlusspunkten – diese Werte brauchen Sie für die Bestellung neuer Teile.

5. Neue Teile auswählen & bestellen

Messen Sie beide Rohrenden (innen und außen) mit dem Messschieber. Für eine dauerhafte Reparatur empfehlen wir:

6. Montage der neuen Anlage

Stecken Sie alle Teile zunächst nur lose zusammen und prüfen Sie die Ausrichtung. Die Anlage darf nirgends das Fahrzeugblech berühren – Mindestabstand 20 mm. Ziehen Sie Schellen und Flansche erst fest an, wenn alles in der richtigen Position liegt. Schellen nicht übermäßig anziehen – das verformt das Rohr.

7. Dichtigkeitsprüfung

Nach der Montage: Motor starten und bei laufendem Motor mit der Hand (Vorsicht: heiß!) oder einem Stück Papier alle Verbindungen auf Undichtigkeiten prüfen. Ein sauber montierter Edelstahlverbund ist sofort dicht – ohne Dichtmasse.

Wann lohnt sich eine Sonderanfertigung?

Wenn kein Serienteil mehr verfügbar ist (ältere Fahrzeuge, Exoten, Import-Fahrzeuge) oder Sie eine leistungsoptimiertere Anlage wünschen, bieten wir Schalldämpfer-Nachbauten und individuelle Edelstahlanlagen nach Maß an – inkl. Beratung & TÜV-Gutachten.

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